Kommersabend - Freiwillige Feuerwehr Kohden - Stadt Nidda

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Kommersabend: Freiwillige Feuerwehr in Kohden feiert ihren 75. Geburtstag

Als sich am 11. Dezember 1937 in der Gastwirtschaft Uhl/Katzenmayer 30 Kohdener Bürger trafen und beschlossen, sich im Sinne des Brandschutzes zu engagieren, schlug die Geburtsstunde der Freiwilligen Feuerwehr Kohden. Jetzt feierte der Verein sein 75-jähriges Bestehen. Zahlreiche Ehrengäste, Vertreter befreundeter Wehren und Kohdener kamen zum Kommersabend ins Festzelt, um ihre Glückwünsche zu überbringen und den Kameraden durch ihre Anwesenheit Anerkennung zu zollen.

Staatsministerin und Schirmherrin Lucia Puttrich dankte der Einsatzabteilung für ihre stete Bereitschaft, sich zum Wohle der Allgemeinheit zu engagieren, und den fördernden Mitgliedern für ihre Unterstützung. „Zur Feuerwehr Kohden habe ich eine ganz besondere Beziehung, denn mein Großvater war Gründungsmitglied“, merkte Puttrich an.

Bürgermeister Hans-Peter Seum dankte den Kameraden für unzählige ehrenamtliche Stunden im Einsatz sowie für deren vielfältiges Engagement in der Jugendarbeit und in der Aufrechterhaltung des kulturellen Lebens in Kohden. Worte des Dankes, der Anerkennung und des Respekts sprachen in ihren Grußworten unter anderem auch der stellvertretende Kreisbrandinspektor Michael Kinnel, Niddas Stadtbrandinspektor Matthias Holland und der Kohdener Ortsvorsteher Wolfgang Bender.

Auf das Verlesen der Chronik habe man zugunsten der Geselligkeit bewusst verzichtet, erklärte Vorsitzender Martin Merz, der als Moderator durch das Abendprogramm führte. Er verwies auf die Festschrift, in der unter anderem die ausführliche geschichtliche Entwicklung der Feuerwehr festgehalten worden sei. Einen kurzen Schlenker in die Gründungsversammlung unternahm Zeitzeuge Karlheinz Kraft.

Mit der Gründung der Feuerwehr Kohden vor 75 Jahren übernahm Wilhelm Schwab das Amt des Kommandanten. Da die meisten Aktiven bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zur Wehrmacht eingezogen wurden, kam es zur Wiedereinführung der Pflichtfeuerwehr. Nach dem Kriegsende bemühte sich die Kohdener Wehr, den Bürgern nicht nur auf dem Gebiet des Feuer- und Katastrophenschutzes zu dienen, sondern durch kulturelle Veranstaltungen auch ein wenig Abwechslung in das dörfliche Leben zu bringen.

Im Frühjahr 1951 begannen die Kohdener in Eigenleistung mit dem Bau des Feuerwehrgerätehauses. 1961 wurde die alte Tragkraftspritze durch eine Bachert TS 8/8 ersetzt. Erst 1975 erhielt die Feuerwehr ihr erstes Einsatzfahrzeug. 1984 wurde das Feuerwehrgerätehaus um einen Anbau für sanitäre Anlagen erweitert. Im selben Jahr entstand die Jugendfeuerwehr. 2000 wurde ein Mannschaftstransportfahrzeug angeschafft, und 2003 wurden in Eigenleistung umfangreiche Renovierungsarbeiten am Feuerwehrgerätehaus erledigt. 2010 wurde die Kinderfeuerwehr „Bambinis“ gegründet.

Eingebunden in den Kommers waren auch Ehrungen langjähriger Mitglieder. Seit zehn Jahren versieht Anita Maxharraj Dienst in der Einsatzabteilung. Bereits seit 40 Jahren ist Helmut Bauer ein Feuerwehrmann. Für 25-jährige fördernde Mitgliedschaft wurde Oliver Beppler Dank zuteil. Seit 60 Jahren sind Fritz Merz, Walter Gut, Karl Deichert, Hans Kirchhof, Karl-Heinz Merz, Willi Deichert, Werner Lamp, Herbert Stadler und Otto Flach der Wehr verbunden.

Das Rahmenprogramm gestalteten die Festdamen „Fantasy“ ( Jessica Kleer, Katharina Dauth, Larissa Emrich, Eva Hartmann, Lena Smolik, Melanie Merkel, Kristina Voss, Julia Rühl und Charlotte Milaknis). Zudem trugen „Die drei Tenöre“ alias Dominic Reutzel und Sebastian Reutzel aus Wenings sowie Dennis Lang aus Wernings zur Unterhaltung der Gäste bei. Zuständig für die Choreografie war Norbert Greb aus Wenings. Dann spielten die „Dünsberg Buam“ zum Tanz auf.

Quelle: Kreis-Anzeiger 14.05.2012

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